Ich packe meinen Koffer und nehme euch mit nach… London!

Habe ich euch schon erzählt was für ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk ich von meiner Tochter bekommen habe? 5 Tage London im März! Ein Traum, oder? Sie wusste dass London schon lange ganz oben auf meiner Liste von Städten stand, die ich gerne besuchen möchte. Ich habe geweint – vor Glück natürlich 🙂 Und dann war der März schon da, wir packten unsere Koffer und flogen nach London. Ach ja, das war dann auch mein erster Flug! Wir flogen von Frankfurt Hahn nach London Stansted und waren in nur 55 Minuten da. Mit einem kleinen Shuttlebus fuhren wir in die Innenstadt Londons und bezogen unser Doppelzimmer in einem kleinen Guesthouse. Das (einzig) gute an dem Guesthouse war seine Lage: direkt an der Baker Street! Sherlock Holmes lässt grüßen 🙂 Und auch Madame Taussauds war gleich um die Ecke, sodass wir uns alle möglichen bekannten Persönlichkeiten aus Wachs noch am ersten Abend ansahen:

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Die Karten für Madame Taussauds sind ziemlich teuer wie ich finde (30 Pfund) und so toll und außergewöhnlich ist es drinnen nun auch nicht. Wenn man schon genau weiß wann man hin möchte, gibt es die Karten im Internet günstiger. Wir waren allerdings spontan dort und haben den vollen Preis gezahlt. Es war sehr voll und laut und irgendwann wollte ich nur noch raus – aber irgendwie gehörte dieser Besuch einfach dazu.

Picadilly_TelefonzelleAm zweiten Tag war Piccadilly Circus unser erstes Ziel. Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen schlenderten wir die Strasse entlang Richtung Green Park und Buckingham Palace. Die Picadilly Street war mit all den Läden und Kaufhäusen total edel und schön, und die berühmten Telefonzellen mussten sofort fotografiert werden 🙂

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Auf der linken Seite der Picadilly Street sahen wir dann auch das Edelkaufhaus Fortnum & Mason mit seiner berühmten Uhr über dem Eingang. Leider war sie mit dicken Vorhängen verdeckt, weil die Fassade gerade renoviert wurde. Wir warfen allerdings einen kleinen Blick in den Verkaufsraum um die Trompe-l’œil Malerein zu sehen und natürlich auch die Torten und bunten Macarons zu bewundern.

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Nach dem Besuch im Victoria & Albert Museum, einem fantastischen Museum mit einer Sammlung von dekorativen Waren und Kunsthandwerk aus aller Welt (und kostenlosem Eintritt!), war natürlich Harrods an der Reihe. Mein liebstes Foto. In der Nähe des Harrods fand ich dann auch „meinen“ Laden – er hieß Divertimenti und dort gab es alle möglichen Sachen fürs Backen – mein Bäckerinnenherz überschlug sich!:)

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Abends besuchten wir das Musical Wicked im Apollo Victoria Theatre. Meine Tochter war ganz aus dem Häuschen, weil sie das Musical schon lange sehen will und es nicht nach Stuttgart geschafft hat als es dort aufgeführt wurde. Als sie dann erfahren hatte dass es in London gespielt wird, kriegten wir die Karten als Geschenk von ihrem Freund 🙂 Auch wenn ich nicht besonders gut Englisch spreche und verstehe, war es ein besonderes Erlebnis. Die Sängerinnen und Sänger, das Bühnenbild – zauberhaft!

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Wie man auf den Fotos sehen kann, hatten wir wunderschönes Wetter bei unserem Spaziergang durch den Hyde Park zum Kensington Palace. Wenn man bedenkt dass es in England und auch in London vor unserem Besuch meist und in großen Mengen geregnet hat, hatten wir wirklich Glück.


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Ich habe schon einige imposante Kirchen gesehen (Notre Dame und Sacré Cœur in Paris, den Stephansdom in Wien, den Berliner Dom, den Markusdom in Venedig…) aber ich muss sagen, die Westminster Abbey ist die schönste Kirche von allen. Die Krönungs- und Grabeskirche der englischen Könige ist seit 1987 Weltkulturerbe und für mich eindeutig die wertvollste Sehenswürdigkeit Londons.

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Zu diesem Bild muss ich euch etwas erzählen: Den Buckingham Palace wollten wir uns am zweiten Tag ansehen, weil wir eh gerade in der Nähe waren. Der „richtige“ Besuch sollte dann am nächsten Tag statt finden, dann wollten wir uns auch das berühmte changing of the guard (Wachablösung) ansehen. Am ersten Tag liefen wir sogar passend zur Wachablösung vorbei, doch da sie schon voll im Gange war, durften wir die Ampel zum Buckingham Palace schon nicht mehr überqueren. Dazu muss man wissen dass die Straßen um den Palace herum rot sind und genau diese roten Straßen während der Wachablösung nicht betreten werden dürfen. Wir hatten also nicht die allerbesten Plätze an diesem Tag 🙂 Am nächsten sind wir schön früh hin, haben uns gute Plätze am Tor gesichert und gewartet und gewartet… und irgendwann erfuhren wir dass die tolle, aufwändige Wachablösung mit Blasmusik etc. nur jeden zweiten Tag stattfindet – wir sahen nur Wachen in langweiligen grauen Uniformen die mal eben ihre Posten wechselten 🙂 Es hatte also nicht sein sollen.

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The Hummingbird Bakery in der Wardour Street 155 war ein nettes, aber auch teueres Erlebnis! Die Einrichtung war recht süß, für meinen Geschmack allerdings zu rosa. Die Torten sahen lecker aus kosteten aber auch ca. 4 Pfund pro Stück. Wir entschieden uns für Limetten-Cupcakes, die lecker waren, aber jetzt auch nichts besonderes. Wenn ich da an die Cupcakes denke, die ich in Wien (Cup Cakes Wien) gegessen habe, haben mir die sehr viel besser gefallen.

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Das London Eye haben wir uns nur aus der Ferne angesen, keine von uns hatte richtig Lust darauf. London von oben sahen wir uns vom Monument aus an und haben für das Erklimmen der 350 Stufen sogar Zertifikat bekommen 🙂 Der Ausblick war grandios und jede Stufe wert.

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Dieses Foto des Big Ben (der Turm heißt eigentlich Elizabeth Tower, und nur eine der Glocken heißt Big Ben) ist mein liebstes Foto von allen. Englands Zentrum der Macht mit dem beeindruckenden House of Parliament und seinen imposanten Fassaden ist wirklich etwas besonderes und wirkt als sei die Zeit hier stehen geblieben.

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Am vorletzten Tag besuchten wir den ätesten Teil der Stadt mit dem Tower of London und, einem der bekanntesten Wahrzeichen Londons, der Tower Bridge. Wir schlenderten an der Themse entlang zurück und aßen bei Gourmet Burger Kitchen zu Mittag (lecker!).

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Der Trafalgar Square ist einer der grandiosesten Plätze die ich je gesehen habe. Die imposante Nelson’s Column kann man hier von allen Seiten bewundern und sich vor allem richtig schön in der Sonne ausruhen, bevor es dann in die National Gallery geht. Drei Stunden verbrachten wir in dem Kunstmuseum und machten eine Reise in die Vergangenheit.

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Zum Schluss noch ein Bild von meinen Mitbringseln 🙂 Fieberhaft habe ich nach einem Giant Cupcake Wrapper gesucht, musste aber feststellen dass es sie wohl nirgends gibt. Aber wozu hat man Freunde? Eine liebe Freundin, die in London wohnt, hat die Wrappers gefunden und sie mir per Post zugeschickt – vielen Lieben Dank dafür!

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So, meine Fazit: London ist eine teure aber wunderschöne Stadt mit einem ganz besonderen Flair. Fünf Tage waren genau richtig, um alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu sehen. Ich habe zwar mehr als 300 tolle Fotos geschossen, aber euch die alle zu zeigen ist einfach unmöglich, darum hab ich einen kleinen Teil ausgesucht. Ich hab mich sehr über dieses fabelhafte Weihnachtsgeschenk gefreut und kann jedem nur empfehlen, sich London anzusehen!

Alles Liebe und Gute!
Eure Jadranka

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